Mittwoch, 1. Dezember 2010

Heiner

Heute im Radio des Vollblutlaien, bei SWR1 Leute: Dr. Heiner Geißler ! Mit ihm sympathisiert hat der Vollblutlaie schon in den achziger Jahren, der Schlichtungsspruch zu Stuttgart 21 entspricht auch eher, der Meinung des Vollblutlaien, um es eher vorsichtig zu formulieren.

Zum ersten Mal wurde Dr. Heiner wahrgenommen in der wilden Sturm und Drang Zeit des Vollblutlaien, als ein bisschen Links sein schick war. Das Feindbild schlecht hin, der im Vergleich zu Vereinigungs-, damals noch Sitzfleisch Helmut K. runde Kopf, die immer deutliche und scharfzüngige, oft auch unpopulären Ansage. Der Vollblutlaie hasste den Typ. Als Heiner dann von dem schwerfälligen Dicken aus Oggersheim kalt gestellt wurde begann die Sympathie für ihn.

Schon damals in den Achzigern war Heiner mal bei SWR Leute, er sprach unter anderem von seiner Zeit an der Jesuitenschule. Formulierte schon damals Ideen, die der Vollblutlaie für absolut richtig hielt. Heute als “Politrentner” ist Heiner noch gern gesehener Schlichter bei Tarifverhandlungen und war es ja jetzt auch zu S21. Der Vollblutlaie ist fasziniert von solchen Persönlichkeiten. Sowas von intelligent, die sich über wichtige Dinge einen Kopf machen, die die Gelassenheit des Alters haben, die nicht auf Popularität und Ansehen schielen, ähnlich wie Herr Kettenraucher Schmid toll.

Donnerstag, 11. November 2010

Radio

Heute am 11.11 merkt der Vollblutlaie mal wieder, dass sein SWR1 Radio gar nicht sein Radio ist. Vielmehr denkt er, dass es Mangels Alternativen zwar das Radio ist, dass er täglich hört, zufrieden ist er damit aber schon lange Zeit nicht mehr.

Jedenfalls weiß heute der liebe Moderator Nichts Besseres als darauf hinzuweisen, dass heute ja Karnevalsbeginn ist. “So What ?” wie die Schwaben sagen oder auch “Wen juckts ?”. Wohlgemerkt Moderatoren, die so wenig Bezug zu ihrem schwäbischen Sendegebiet haben, dass sie nicht wissen, dass das keinen Interessiert, die sich Orte wie Kirchheim/Teck, Reutlingen, Essingen, Kusterdingen, Grunbach erklären lassen müssen, die nicht den Titel der Gruppe “Schwoißfuaß” “Oiner isch emmer dr Arsch” aussprechen können, die stolz auf ihre westfälische oder sonstige Herkunft sind, die aber dem Vollblutlaien keine heimatlichen Gefühle vermitteln können.

Freitag, 29. Oktober 2010

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind. Nein mit dieser Regelmäßigkeit kommt auch die große SWR1 Hitparade. Und was der Vollblutlaie beim ersten mal noch als die genialste Erfindung seit der Butterbrezel fand ist heute nur noch langweilig. Schon seit Ende der Sommerferien wird in verschiedenen Radiospotts dafür geworben.  Großkotzig wird für die Abschlussveranstaltung schon mal die Schleyerhalle reserviert, was kostet die Welt, egal wir haben die Gebührenzahler.

Der Vollblutlaie hört sie schon wieder, die LKW Fahrer, die wieder nachts um dreiviertel vier ihr “Ich bin grad unterwegs von Freiburg nach Zwiefalten, machet weiter so ihr habt a spitze Programm” durchgeben. Der Vollblutlaie hört schon wieder das nur möchtegern rebellische Hausmütterlein (genau, sie wird in 2 Jahren Oma sein, weiss das aber heute noch nicht) aus Berg bei Ravensburg, die davon schwärmt wie sie fast bei der Disco der Kirchenjugend auf Barclay Jamest Harvests Hymm fast ihre Jungfernschaft verloren hätte, wenn der pickelige Kreidlerfahrer nicht so betrunken oder ehrgeiziger gewesen wäre.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Prozessqualität

Da denkt sich der Vollblutlaie, dass er in einem Land voller Rechtschutzversicherten lebt, die wegen Allem und Jedem prozessieren. Nein. Das SWR1 Radio hat heute mal wieder 80er Tag und weil der Vollblutlaie keinen Bock hat sich maximal 21 Jahre “junge” Lieder anzuhören hört er im Livestream D-Radio.

Thema ist die Altenpflege, da im Speziellen die Qualität der Einrichtungen.  Da man in Deutschland ein Gütesiegel, eine Norm oder auch nur Schulnoten und Testergebnisse braucht werden solche Einrichtungen von  einem “Pflege-Tüv” geprüft. Im Laufe der Diskussion hat sich dann (für den Vollblutlaien) natürlich herausgestellt, dass das Problem wieder typisch Deutsch angegangen wird. Geprüft wird überwiegend, ob Alles gewissenhaft dokumentiert ist, ob die Infotafel in der Cafeteria aktuell ist und die Schrift groß genug ist, dass man alles gut lesen kann – die “Prozessqualität” – Hauptsache die “Alten” sind gut Verwaltet.

Die Zufriedenheit der Kunden und Angehörigen spielt eine mehr als sekundäre Rolle. Die Ergebnissqualität interessiert kein bisschen.

Und so kann sich der Vollblutlaie noch an die Endachtziger, Anfang Neunziger erinnern, als in Allen Betrieben sogenannte Qualitäts-Zertifizierer aufgetaucht sind. Jedwelche Qualität war nicht so sehr gefragt sondern wichtig war die Dokumentation der Prozesse. Jeder Betrieb der schriftlich dokumentieren konnte, dass er 80 Prozent der Kunden sicher verärgern wollte und nachwies, wie ihm das gelang erhielt seinen Stempel – Zerifziert nach DIN EN Iso bla bla bla -  

Samstag, 25. September 2010

tausend

Diese Woche hat der Vollblutlaie im Radio gehört, dass in Deutschland ungefähr tausend mal in der Sekunde ein Foto gemacht wird. So mal kurz hoch gerechnet also 60 000 in der Minute, also 3 600 000 in der Stunde, also 86 400 000 am Tag. Das heißt somit, 86,4 Mio. Fotos am Tag.31 Milliarden  536 Millionen Fotos im Jahr.
31.596.000.000
und immer noch glaubt der Vollblutlaie dass ihm das Bild des Jahres gelingt.

Montag, 20. September 2010

genug

Der Vollblutlaie hat manchmal genug. Genug von diesem und jenem. Oft hat der Vollblutlaie aber auch genug von Leuten die offenbar nicht genug bekommen können. Genug von Vorstandsmitgliedern der Bundesbank die sich ihr vorzeitiges ausscheiden aus dem Amt nochmals mit einer erhöhten Pension vergüten lassen. Genug aber auch von Prominenten, die nicht genug bekommen können.

Genug hat der Vollblutlaie auch von Bundespräsidenten, die von Muttis Gnade gekrönt wurden, die dieses Amt vielleicht auch nur bekleiden, weil sie sonst der Bundesregentin gefährlich geworden worden wären. Die sich aber bis zur Minute noch keinen Verdienst erworben haben.

Dienstag, 7. September 2010

Kriegsreporter

Heute zu Gast bei SWR Leute und hier zitiert der Vollblutlaie einfach mal von der SWR Homepage:

Wie man im Krieg lebt

Christoph Reuter

Reporter in Afghanistan

Sendung am Dienstag, 07.09.2010, 10.00 bis 12.00 Uhr

Was passiert tatsächlich in Afghanistan? Wie groß ist die Gefahr für die Bundeswehrsoldaten? Wie sinnvoll ist der Einsatz am Hindukusch? Wie kam es dazu, dass vor einem Jahr ein deutscher Oberst einen Luftangriff befahl, bei dem fast 100 Menschen starben? Christoph Reuter geht diesen Fragen nach, direkt vor Ort. Seit zwei Jahren ist er im Land als Korrespondent für den "stern" unterwegs und lebt als einziger deutscher Journalist dauerhaft in Afghanistan. Davor war er lange Zeit im Irak und schrieb u. a. ein Buch über Selbstmordattentäter.

Wer hätte das in der friedensbewegten Zeit während der Sozialisation des Vollblutlaien gedacht, dass wir mal wieder Kriegsreporter haben werden ?  Nachdem uns damals noch der Schröder mit seinem kategorischen Nein zu einem Irak Einsatz Dieses vermiest hat sind wir doch jetzt endlich wieder in der Lage, eigene Truppen, Waffen und natürlich auch Journalisten in fremden Ländern zu stationieren.